Montag, 19. August 2019

Bilder vom Weingarten




 Sangiovese Traube bei der Färbung Ende August 2018


Weißburgunder Anfang September 2018

Merlot kurz vor der Lese Mitte September 2018

der Weingarten im August 2019

Montag, 3. April 2017

Weingarten erwacht aus Winterschlaf

Sangiovese Rebe beim Austrieb


Die fast 4 wöchige Kalteperiode im Jänner mit Tiefstwerten von -16,4 Celsius und teilweise Tagestemperaturen von -8 Celsius haben uns ein wenig verunsichert.
Jedoch kann man nun sagen das alle Sorten den Winter sehr gut überstanden haben.
Lediglich die Jungreben, die letztes Jahr gepflanzt wurden, mußten etwas weiter zurück geschnitten werden ins gesunde Holz.
Der Rebschnitt erfolgte in einer warmen Februarwoche. Nun beginnen die Reben bereits mit dem Austrieb. Sehr Früh! Hoffentlich kommt kein Frost.
Die ersten Rebsorten die jetzt mit dem Austrieb beginnen sind: Chardonnay, Weißburgunder, Merlot, Glera und Sangiovese.

Zusätzlich werden heuer weitere Sorten gepflanzt:
PIWIS

Cabernet Cortis, Sauvignier Gris und Johanniter

Mittwoch, 7. Dezember 2016

praktisches Werkzeug für den kleinen Winzer

Natürlich wir man einen großen Weingarten auch maschinell betreiben.
Doch für eine kleine Anlage die händisch zu bewirtschaften ist genügen ein bar einfache Werkzeuge:

Die Haue:
früher nannte man den Winzer auch Weinhauer.
Die Hauhe ist ein wichtiges Instrument zum lockern des Bodens, zur Beseitigung von Unkräutern

Die Sichel:
ein optimales Gerät um die zu langen Triebspitzen im Juli zu kopfen und direkt bei der Rebe kann mann das Gras entfernen ohne in die Rebe zu schneiden, was bei Motorsensen oft der Fall ist.
( immer den Sichelbogen zum Stamm und nicht die Schneide)

Die Gartenschere extrascharf:
für den Schnitt der Rebe und zur Weinlese

Bindmaterial:
wir verwenden gerne einen Spagat, die Rebe immer auf der Drahtseite zuknöpfen und nicht die Triebe einzwängen!
etwas eleganter geht es mit einer Bindezange so wie sie von Gätnereien verwendet wird.




Spritzpumpe:
Für die Spritzung der Weinreben gibt es einfache Handpumpen 
oder elektrisch betriebene Pumpen.



Wann erfolgt der Austrieb?

Die einzelnen Phasen einer Pflanze zu beobachten nennt man Phänologie.
Die Zentralanstalt für Meteorologie ZAMG betreibt das Projekt Phänowatch.

Über das ganze Land verteilt beobachten so genannte "Citizen Science' die Natur und dokumentieren die einzelnen Stadien. Ich bin auch ein Citizen Science und anhand der Folgenden Links könnt Ihr 3 Stadien der Weinrebe Österreichweit und auch in Tirol für das Jahr 2016 verfolgen.

Austrieb der Weinrebe 2016

Blüte der Weinrebe 2016

Lese der Weinrebe 2016


Im Vergleich dazu das Jahr 2015 mit extrem heißem Sommer:

Austrieb der Weinrebe 2015

Blüte der Weinrebe 2015

Lese der Weinrebe 2015

Unsere Wetterstation


Im Weingarten haben wir eine kleine Funkwetterstation montiert, diese ist sehr nützlich und liefert das ganze Jahr über Wetterdaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtstrahlung, Niederschlag, Wind.
Damit lassen sich kritische Grenzwerte als Alarm programmieren.
Für den Winzer gibt es zwar Vitimeteo ( ein Prognosedienst für Weinbau) , in Tirol gibt es jedoch keine Meßstation.






Soweit wir im 3. Jahr beurteilen können, gibt es in unserem Weingarten nur einen einzigen Feind der die Lese beinträchtigt. Der falsche Mehltau!
Im Jahr 2015 gab es kein Problem, im regnerischen Juni 2016 sehr wohl.

Tierische Schädlinge oder andere Erkrankungen sind bisher nicht aufgetreten.
Auch das auftreten von Staren in größeren Schwärmen, konnte noch nicht beobachtet werden.

Damit ein ökologischer oder sogar biologischer Anbau betrieben werden kann, erweist sich die Wetterstation als sehr nützlich.
Eine Kupferspritzung wird nicht vorbeugend gemacht, sondern nur dann wenn wirklich Gefahr droht.

10 er Regel falscher Mehltau:

Mindestens 10 mm Regen (zumindest teilweise als Platzregen) innerhalb von 2 - 3 Tagen
Mindestens 10 °C Lufttemperatur in diesem Zeitraum
Gefahr besteht erst ab einer Trieblänge von 10 cm ( da dann erst die Spaltöffnungen voll ausgebildet sind).


Dienstag, 6. Dezember 2016

Reben pflanzen



Wann ist die richtige Pflanzzeit?

Die übliche Pflanzzeit für Jungreben liegt zwischen Ende März und Ende Mai.
Da die Reben recht schnell austreiben können und Spätfrost den Austrieb gefährden kann, raten wir bei uns in Tirol erst ab Ende April die Reben zu pflanzen.
Ein Spätfrost würde den jungen Trieb komplett schädigen und die Rebe wäre gezwungen neuerlich auszutreiben, was im Endeffekt der Rebe nicht gut tut und auch eine große zeitliche Verzögerung bedeutet.


Welche Vorbereitungen soll ich machen?

Der Boden sollte rechtzeitig, am besten noch im Winter, tief umgegraben (rigolt) werden. In mageren Böden empfiehlt sich schon im Herbst, vor dem Umgraben, eine breit gestreute Vorratsdüngung.
Bodenanalysen können die fehlenden Nährstoffe nachweisen.

Reben mögen keine staunassen Böden, ebenso sind sie sehr sensibel
auf zu hohe Salzgehalte im Boden (kann durch Überdüngung oder
durch gewisse Torfsubstrate entstehen).
Toxisch auf die Wurzeln wirken hohe Gehalte an Schwermetallen (z.B.
Kupfer) oder die Gärgase (Ethylen) von unterirdisch verrottendem
Kompost.

Speziell im ersten Standjahr darf 50 cm rund um die Jungrebe keine
weitere Pflanze konkurrenzzieren. Da die Rebe im Frühjahr erst spät,
später als fast alle anderen Pflanzen, mit dem Hauptwurzelwachstum
beginnt, würde sie durch die anderen Pflanzen schnell verdrängt.
Vor der Pflanzung werden die Rebstecken gesteckt, mit dem Aufbau
des Drahtrahmens kann bis zum zweiten Standjahr gewartet werden.


Wie müssen die Reben gepflanzt werden?

Jungpflanzen in der Winterruhe können einige Tage in der Originalverpackung an einem kühlen, vor Sonnenlicht geschützten Ort aufbewahrt werden.

Nach der Entnahme aus der Verpackung sind die Jungpflanzen vor dem Austrocknen zu schützen. Wir empfehlen, sie einige Stunden in frisches Wasser zu stellen.
In das genügend große Pflanzloch (ca. 25 x 25 x 30 cm) gibt man
etwas gute Gartenerde. Die Wurzeln der Rebe schneidet man auf eine
Handbreite (7-8 cm) zurück und stellt sie, die Wurzeln rundum verteilt,
leicht schräg in das Pflanzloch. 
Bereits jetzt sollte man einen dünnen Pflanzstab von ca. 80 cm - 1m Länge dazustecken, denn nach auffüllen der Erde könnte man die Wurzeln verletzen.
Mit feiner Erde die Wurzeln zudecken und gut andrücken. Bevor das Loch ganz aufgefüllt wird, mit einigen Litern Wasser gut einschwemmen. Etwas warten und nun die restliche Erde darauf geben und nochmals mit dem Fuß andrücken.
Dünger bei der Pflanzung ist nicht nötig, die Wurzeln könnten unter Umständen sogar Schaden nehmen.

Die Veredelungsstelle ist mit einer Wachsschicht überzogen, diese darf man auf keinen Fall entfernen.

 
Wichtig:
Die Veredlungsstelle muss sich ca. 8 cm über dem späteren
Bodenniveau befinden, damit das Edelreis keine Wurzeln schlägt und
die Veredlungsstelle in der Sommerhitze von der Abstrahlungswärme
des Bodens oder der Wand nicht geschädigt wird.

Je nach Witterung treiben die Reben 1-2 Wochen nach der Pflanzung aus.
Aus dem Knoten der Veredelungsstelle brechen durch die Wachsschicht hindurch meist 5-6 Triebe.
Die jungen Triebe sind empfindlich und können leicht abbrechen, deshalb sorgsam mit der Rebe umgehen.


Die Pflege im ersten Jahr

Haben die Triebe eine Länge von 7 - 10 cm erreicht, so lässt man nur einen Trieb,
den kräftigsten senkrechten Trieb, stehen. Im Normalfall werden die restlichen ganz entfernt, in sehr heißen Lagen mit steinigen oder leichten Böden sollten die übrigen Triebe bei ca. 10 cm verzwickt werden (Triebspitzen entfernen); die verbleibenden Blätter am Haupttrieb dienen dann als Sonnenschutz für die Veredlungsstelle.
Den Haupttrieb darf man nicht kürzen, allfällige Träubchen bricht man jedoch
am besten ab.
Die Rebe lässt man nun im 1. Jahr einfach gerade nach oben durchwachsen.
Dazu bindet man die Rebe am Pflanzstock an.

Ende Mai bis Mitte September werden mehltauanfällige Edelsorten regelmäßig mit organischen Mitteln gegen Echten und Falschen Mehltau geschützt.

Wachstumsfördernd wirken Ende Juni/Anfang Juli Stickstoffgaben von
etwa 30 g Kalksalpeter oder etwa 20 g Harnstoff rund um den Stock.

Hacken Sie regelmäßig, so erhalten Sie die Bodenfeuchtigkeit und
hindern Unkräuter am Aufkeimen. Die Rebe beginnt erst sehr spät mit
dem Hauptwurzelwachstum, zu gewissen Zeiten hat sie im Verhältnis
zur Wasseraufnahmefähigkeit der Wurzeln eine eher zu große Blattoberfläche. Geben Sie daher regelmäßig Wasser, wenn auch noch
kein Wassermangel sichtbar ist. Jungreben, welche einmal einen
Wasserstress erlitten haben, werden im Wuchs stark gebremst.
Zur Vermeidung von Winterfrostschäden werden Jungreben im ersten
Winter bis einige Zentimeter über die Veredlungsstelle „angehäufelt“.

Montag, 5. Dezember 2016

Sortenbeurteilung Weinreben 2016

Vor 3 Jahren haben wir die ersten Reben in unserem Testweingraten gepflanzt,  In den letzten beiden Jahren wurde ständig mit weiteren Sorten erweitert. Die Reben sind teils 1 Jährig, 2 Jährig und 3 Jährig. Wir werden jährlich über das Ergebnis berichten, wobei aufgrund des geringen Alters der Reben erst im Jahr 2017 größerer Ertrag einsetzen wird und dann kann auch die Traubenqualität besser beurteilt werden.

Bericht 2016: